Generation Y: Idealismus & Konsumverhalten

Werbung, weil Namensnennung

Idealismus und Konsumverhalten – darum geht es doch irgendwie tagtäglich. Mal eine Zeit lang all dem Schnickschnack entzogen, werden wir meist schneller wieder von den Regeln der Gesellschaft eingenommen, als wir es überhaupt merken…

Hand auf’s Herz: Habt ihr schonmal euer Konsumverhalten überdacht? Wie kauft ihr ein, wo kauft ihr ein und vor allem: wie viel eigentlich? Gefühlte 90% der Dinge, die wie uns anschaffen, sind prinzipiell reiner Luxus – klar. Wie fühlt ihr euch nach einem Shopping-Tag bei dem ihr mal wieder Dinge gekauft habt, die nicht unbedingt geplant waren? Ich persönlich fühle mich inzwischen immer total überfordert. Bahnt sich bei mir ein kleiner Shopping-Wahn an, sieht das meist so aus: 100 Teile einsammeln, alles ansehen & anprobieren und dann versuchen Entscheidungen zu treffen. Schlussendlich kaufe ich dann meistens gar nichts, weil ich das Gefühl bekomme, dass mich diese Massen an Ware erdrücken und wisst ihr was? Ich fühle mich viel besser mit weniger Stuff in meiner Wohnung.

Natürlich besitze ich irgendwo auch viel mehr, als ich brauche (wir leben alle im Überfluss), aber das regelmäßige Aussortieren und Spenden meiner Kleidung erzeugt einfach schonmal ein erleichterndes Gefühl. Reisen ist da eigentlich das beste Beispiel. Wir kennen es alle: Den Koffer mit viel zu vielen Dingen packen (Memo to myself), um am Ende gefühlte drei Teile zu tragen – Herzlichen Glückwunsch…

‚It cuts you off from the truth of your existence’*

Konsum ist natürlich nicht immer nur negativ. Schöne Dinge zu haben ist toll und schön ist dabei immer eine ganz individuelle Definitionssache. Wichtig ist, dass man dabei nicht den Bezug zur Realität verliert und trotz Designertäschchen, teuren Autos und schönen Reisen auf dem Boden bleibt. Es ist ja nichts verwerfliches sich mal was zu gönnen, solange man die relevanten Dinge des Lebens immer im Kopf behält. Was ich damit sagen will ist, dass nicht jeder Mensch im Minimalismus leben muss, sondern trotz seiner pesönlich gewählten Lebensweise nicht vom Weg abkommen und ein gesundes Bewusstsein besitzen sollte.

‚It‘s not important to be strong, but to feel strong’*

BTW: Wer sich selbst mindestens ein Mal im Leben auf die Probe stellt und die Comfort Zone für einige Zeit verlässt, Ängste überwindet oder Risiken auf sich nimmt, der lebt am Ende womöglich weitaus bewusster, als zuvor gedacht. Man muss ja nicht gleich auf Survival Tour gehen, aber auf sich selbst angewiesen zu sein ist hin und wieder gar nicht mal so schlecht. Das Resultat ist immer eine zum Positiven weiterentwickelte und vor allem noch stärkere Persönlichkeit – Just do it!

*Zitate aus dem Film ‚Into the wild‘